Olympische Spiele 2010: Dopingspiegel
[Erstellt: 22. Januar 2010 - zuletzt aktualisiert: 16. März 2010]
Der Kampf gegen Doping soll bei den Olympischen Winterspielen vom 12. bis 28. Februar in Vancouver weiter verstärkt werden. Zur Abschreckung sowie zur Aufklärung von Dopingvergehen sollen eine drastisch erhöhte Zahl von Kontrollen sowie ein modernes Analyselabor beitragen. Im Vergleich mit den Olympischen Spielen von Turin 2006 soll der Umfang der Tests um knapp 70 Prozent auf rund 2000 Kontrollen erhöht werden: 1600 auf Urin und 400 auf Blut.
Zudem sollen die Doping-Proben, wie bereits die der Olympischen Spiele von Peking, acht Jahre lang aufbewahrt werden, um sie nachträglich mit neueren wissenschaftlichen Verfahren auf zunächst unentdeckte Doping-Mittel untersuchen zu können.
Der Anti-Doping Experte Prof. Werner Franke hält die Dopingkontrollen in Vancouver für “Mumpitz”, weil “einfach zu unintelligent getestet” wird. Sportler, die sich bei den Olympischen Spielen erwischen lassen, müssen daher seiner Ansicht nach aus “Doofmannshausen” kommen.
Da Franke jedoch davon ausgeht , dass in Vancouver die “Mehrzahl der Spitzenathleten gedopt ist”, werden wir an dieser Stelle über diejenigen Athleten berichten, die im Vorfeld und im Rahmen von Olympia trotz unintelligenter Kontrollen positiv getestet werden. Dabei orientieren wir uns am Dopingspiegel, den wir bereits für die Leichtathletik-WM in Berlin erstellt haben.
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Platz
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Land
(Punktzahl) |
Olympia
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Vorfeld | |
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1
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Russland
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1. Nijas Nabejew (Nordische Kombination – erhöhte Hämoglobin-werte) |
1. Swetlana Terentewa
(Eishockey – Tuaminophetan) Terentewa wurde bei einer Trainingskontrolle positiv getestet. Da die Substanz Tuaminophetan lediglich im Wettbewerb verboten ist, nicht aber im Training, erhielt die Russin nur eine Verwarnung und darf an Olympia teilnehmen.) 2. Alena Sidko
(Skilanglauf – EPO) Sidko, die 2006 bei den Olympischen Spielen in Turin Bronze im Sprint gewonnen hatte, soll bei einem Wettkampf am 26. Dezember 2009 positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden sein.) |
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| 2 | Deutschland (2) |
1. Claudia Pechstein |
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| 3 |
Österreich |
1. Christian Hoffmann (Skilanglauf – kein positiver Dopingtest) Hoffmann steht im Verdacht, Mitbesitzer einer Zentrifuge zum Blutdoping gewesen zu sein. |
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| 4 | Estland (1) |
1. Kaspar Kokk (Skilanglauf – erhöhte Hämoglobinwerte) Kokk wurden vom internationalen Ski Verband (FIS) mit einer Schutzsperre belegt und bis einschließlich 16. Februar von den Wettbewerben ausgeschlossen. |
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| 5 |
Neuseeland |
1. Benjamin Koons (Skilanglauf – erhöhte Hämoglobinwerte) Koons wurden vom internationalen Ski Verband (FIS) mit einer Schutzsperre belegt und bis einschließlich 18. Februar von den Wettbewerben ausgeschlossen. |
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| 6 | Slowakei (1) |
1. Lubomir Visnovsky (Eishockey – Pseudoephedrin) Visnovsky, slowakischer Eishockey-Profi und Weltmeister von 2002, wurde positiv auf Pseudoephedrin getestet. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sprach jedoch lediglich eine Verwarnung aus. |
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| 7 |
Polen |
1. Kornelia Marek (Skilanglauf – EPO) Die polnische Langläuferin Kornelia Marek wurde rund zwei Wochen nach dem Ende der Olympischen Spiele des Dopings überführt. |
Kategorien: Doping |
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