Gefühlte Niederlage

Es ist vorbei. Der freie Journalist Jens Weinreich und der DFB haben sich auf eine Beilegung ihres monatelangen Rechtsstreits um die Deutung des Begriffs “unglaublicher Demagoge” geeinigt. Weinreich erklärt dazu, was er schon immer erklärt hat: dass er DFB-Präsident Theo Zwanziger mit seiner Wortwahl nie in die Nähe eines Volksverhetzers rücken wollte.1

Der DFB indes darf zur offenbar von Weinreich initiierten Einigung mitteilen, was ihm ohnehin niemand glauben kann, der das peinliche und entlarvende Vorgehen des Deutschen Fußball-Bundes verfolgt hat. Nämlich: Dass er Weinreich durch die mit Unwahrheiten gespickte und mit der Bitte um argumentative Verwertung derselben an hochrangige Entscheidungsträger versandte Pressemitteilung Nr. 180/2008 vom 14. November 2008 unter der Überschrift “DFB missbilligt Diffamierung von Dr. Theo Zwanziger” zu keinem Zeitpunkt in seiner Arbeit als kritischer Sportjournalist behindern wollte. Nicht einmal die Gegendarstellung, die Weinreich mit einem der sechs Gerichtsurteile zu seinen Gunsten gegen besagte Pressemitteilung erwirkt hatte, muss der juristisch bislang stets unterlegene DFB veröffentlichen …

Mehr zur Einigung und zur Verwendung der rund 22.000 Euro an Spenden für Jens Weinreich gibt es bei Jens Weinreich. Erste Reaktionen und Einschätzungen finden Sie dort in den Kommentaren, bei Stefan Niggemeier und später an anderer Stelle vielleicht auch bei uns.

Zur Rekapitulation des zwischenzeitlich eskalierten und nun beigelegten Streits zwischen Zwanziger und Weinreich ist unsere Chronik „Zwanziger ./. Weinreich“ vielleicht ganz hilfreich.

  1. Zwanziger war schließlich in Yad Vashem. []

Kategorien: Fußball, Sportpolitik |

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