Da war doch was …
Doping im Radsport, ein leidiges Thema. Dabei sollte doch alles besser werden, schon im letzten Jahr. Erinnern Sie sich an die Ehrenerklärung, die alle Tour-Starter unterschreiben sollten? Die gab es auch in diesem Jahr wieder:

Stefan Schumacher, Bernhard Kohl und die anderen mutmaßlichen oder schon endgültig überführten Betrüger haben vor Beginn des diesjährigen Spritzensport-Spektakels auch alle unterschrieben, natürlich. Denn dass der Unterschrift trotz Dopings nicht zwangsläufig eine wirklich harte Strafe in Form der zugesagten Geldbuße folgen muss, zeigte das vergangene Jahr. Nach ihrer Unterschrift erwischt wurden unter anderem Alexander Winokurow und Patrik Sinkewitz. Geld fordert die UCI, die sich schon 2001 für 40 Jahre erfolgreichen Dopingkampf mit einer feinen Broschüre selbst feierte, aber nur von zwei anderen Fahrern:
List of riders who have signed the Commitment to a new cycling and have been sanctioned (2 years or more)
Despite the fact that they signed the “Commitment to a new cycling”, the riders below committed an infringement of the Anti-Doping Rules of the UCI and have been given a two-year suspension or more. The cases are not subject to an appeal. The UCI has therefore sent them a bill for a sum equivalent to their annual income for the year in which they were sanctioned.
– Cristian Moreni (ITA
- Iban Mayo Diez (ESP)
Passend zum Thema noch eine Leseempfehlung und zwei Hörtipps. Da wären einmal Jens Weinreichs Notizen aus dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages, der am 15. Oktober 2008 unter anderem darüber beraten hat, ob dem Radsport alle Fördergelder entzogen werden sollten.
Und da wären noch zwei Sportgespräche des Deutschlandradios. Eines vom 12. Oktober 2008. Thema: “Drogenabhängig – der Radsport in der Dopingfalle”. Mit dabei: der Dopingsünder Patrik Sinkewitz sowie die Dopingexperten Ralf Meutgens und Mario Thevis.
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Und eines vom 7. September 2008 mit dem Titel “Die Hoffnung starb zuletzt”. Es spricht, natürlich, Saubermann Hans-Michael Holczer. Anlass war damals sein gescheiterter Versuch, einen neuen Sponsor für sein Team zu finden. Interessant ist, wie Holczer sich über die Kronzeugen Jörg Jaksche und Patrik Sinkewitz äußert – und über den guten Weg, auf dem sich die “Anti-Doping-Sportart” Radsport damals noch befand. Und schön auch das Zitat über den einzigen verbliebenen deutschen Profi-Radrennstall: “Milram wird natürlich versuchen die Rolle von Gerolsteiner einzunehmen.”
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Und wer Holczer und Sinkewitz zusammen erleben möchte, der klicke hier und sei selig.
Kategorien: Doping, Radsport, Tour de Farce |
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