Hinterm Horizont geht’s weiter

Juli 19th, 2010 sportticker Posted in Doping, Fußball, Sportpolitik No Comments »

Seit vorletztem Sonntag also ist die 19. Fußball-Weltmeisterschaft Geschichte. Die Premieren-WM schlechthin und gleichzeitig der größte Fehler von Sepp Blatter, wie Uli Hoeneß vorab schwadronierte. Was er wohl jetzt sagen würde, wenn er nicht mitten im Wahlkampf wäre? Egal, denn auf jeden Fall war es auch die Endrunde mit dem brutalsten Endspiel aller Zeiten und der sonderbarsten Regelauslegung eines Schiedsrichters.

Beim Finale ist Fifa-Boss Sepp Blatter ausgebuht worden, hat das aber überhört. Im Überhören ist Blatter geübt, Buhrufe werden ihm immer wieder zuteil. Am vorletzten Sonntag in Johannesburg war Blatter wahrscheinlich auch der Meinung, die stehenden Ovationen für den ins Stadion genötigten Nelson Mandela – 91 Jahre alt, krank gebrechlich, um seine nach Eröffnungsfeier verunglückte Urenkelin trauernd – galten eigentlich ihm, dem “Afrikaner” und Heilsbringer Südafrikas. Read the rest of this entry »

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Biedermann schlägt Übermensch

Juli 29th, 2009 Christoph Posted in Doping, Rekorde, Sportpolitik 2 Comments »

Erinnern Sie sich noch an den 20. April? Nur vage? Wir helfen Ihnen gern auf die Sprünge. Am 20. April erklärte der Dopingopfer-Hilfeverein in einer Pressemitteilung, der Deutsche Schwimmverband (DSV) betreibe Anstiftung zum Doping. Ein schwerwiegender Vorwurf mit folgendem Vorlauf: Der DSV hatte kurz zuvor seine WM-Normen bekanntgegeben.

Das Problem an den geforderten Zeiten aus Sicht des Dopingopfer-Hilfevereins: Auf 14 Strecken musste bei den Deutschen Meisterschaften im Juni in Berlin der bestehende Deutsche Rekord unterboten werden, um an der Weltmeisterschaft in Rom teilnehmen zu dürfen. Read the rest of this entry »

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Hart aber fair?

Juni 24th, 2009 Christoph Posted in Doping, Gesagt ist gesagt, Medien, Sportpolitik No Comments »

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den deutschen Eishockey-Nationalspieler Florian Busch für zwei Jahre bis zum 21. Februar 2011 gesperrt. Der Grund: Busch hatte am 6. März 2008 bei einer unangekündigten Dopingkontrolle die Abgabe einer Urinprobe verweigert. Gemäß den Regularien der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ist ein verweigerter Test als positive Probe zu werten und bei “Ersttätern” mit einer zweijährigen Sperre zu ahnden. Dieser Argumentation schloss sich der CAS nun an (zur 29-seitigen Urteilsbegründung – interessant wird es ab Seite 13) – und erklärte damit die vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB)  im April 2008 verhängte “Strafe” von 5.000 Euro und 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit als Trainer im Nachwuchsbereich für nicht ganz ausreichend.1

Im deutschen Eishockey – und bei der Deutschen Presse-Agentur dpa – wurde das CAS-Urteil zum Fall Busch mit dem in Dopingfragen üblichen Unverständnis und Entsetzen aufgenommen. Ein schockierender Überblick zu Formulierungen und Reaktionen. Read the rest of this entry »

  1. Auch wenn wir hiermit den Bereich der Sportgerichtsbarkeit verlassen, betrachte man doch zum Vergleich bitte dieses Urteil hier: Drei Jahre Gefängnis für einen Mann, der ein Rad von Lance Armstrong gestohlen hat – via American Arena. []
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Handball, Sport der Merkwürdigkeiten

Juni 4th, 2009 Christoph Posted in Handball, Korruption, Sportpolitik No Comments »

Der Handballkenner und Journalist Erik Eggers hat sich das Rückspiel im Finale der Handball-Champions-League zwischen BM Ciudad Real und dem THW Kiel vor Ort angeschaut. Auf dem Weg nach Ciudad Real sind ihm am Madrider Bahnhof Atocha zwei serbische Herren aufgefallen, die von einem Spanier überaus herzlich empfangen wurden. Miguel Angel Amigo hatte auch allen Grund, freundlich zu Slobodan Visekruna und Zoran Stanojevic zu sein. Nicht nur, weil er beim BM Ciudad Real als „Direktor Internationale Beziehungen“ fungiert und die freundliche Betreuung von Schiedsrichtern sein Job ist,  sondern weil das Duo Visekruna/Stanojevic natürlich nicht aus touristischen Gründen unterwegs nach Ciudad Real war. Der Zweck ihrer Reise: Die Leitung des Rückspiels gegen Kiel, in dem Ciudad Real einen Fünf-Tore-Rückstand aufzuholen hatte. Read the rest of this entry »

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In letzter Instanz – Ein Gesagt ist gesagt Spezial

Mai 13th, 2009 Olaf Posted in Fußball, Gesagt ist gesagt, Sportpolitik No Comments »

Nullzwei steht es derzeit aus Sicht der Hartplatzhelden im Rechtsstreit um die Veröffentlichung von Amateur-Aufnahmen von Fußballspielen aus dem Verbandsgebiet des Württembergischen Fußballverbandes (WFV). Doch die Betreiber der Internetplattform hartplatzhelden.de geben nicht auf und gehen in Revision. Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) soll in letzter Instanz geklärt werden, wem der Amateurfußball gehört. Ein Gesagt ist gesagt Spezial.

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Auf den Punkt

April 25th, 2009 Christoph Posted in Doping, Sportpolitik No Comments »

Wir sind mal wieder spät dran, haben dafür aber nicht nur eine gute Erklärung.1 Vielmehr verhält es sich schlicht so, dass man das Verhalten des DOSB in der Debatte um dopingbelastete DDR-Trainer und die geplante “Entschuldungspauschale” einfach nicht treffender zusammenfassen kann als die “Stuttgarter Zeitung” am 9. April 2009.2 Danke dafür!

doping_amnesie

Substanzielles zum Thema gibt es wie so oft bei Jens Weinreich. Von dort aus einfach weiterlesen.

  1. Die Google Alerts haben den Artikel erst jetzt ausgespuckt, und zwar exakt am 25. April 2009 um 0:06 Uhr. []
  2. Die Überschrift ist bei Erstellen dieses Posts noch immer unverändert. Weiß vielleicht jemand, ob es die Überschrift auch in die Druckausgabe geschafft hat? []
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“Es kann nicht um eine Revolution gehen”

April 1st, 2009 sportticker Posted in Doping, Radsport, Sportpolitik 3 Comments »

Vor der BDR-Hauptversammlung am 21. März 2009 war es Dr. Klaus Schubert ein großes Anliegen, einen Fehler in unserem Beitrag “Radlerkönig Rudolf verliert seine Macht” korrigiert zu wissen – den nämlich, dass der Badische Radsport-Verband zu den Unterstützern des Scharping-Herausforderers Dieter Berkmann zählen würde. Das ist natürlich falsch, wie Dr. Schubert in den Kommentaren vermerkte.

Tatsächlich ist der Badische Radsport-Verband, dem Schubert als Präsident vorsteht, einer jener Landesverbände, die sich explizit für die dann tatsächlich erfolgte Wiederwahl Scharpings ausgesprochen haben. Deshalb war es uns ein großes Anliegen, noch einmal bei Schubert nachzufragen, warum er sich für Rudolf Scharping eingesetzt hat, die “Zeit” hingegen zur Abwahl des BDR-Präsidenten aufgerufen hatte – und BDR-Sportdirektor Burckhard Bremer künftig einen Vize-Präsidenten zur Seite gestellt bekommt.

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