“Das war definitiv mein bestes Rennen. Es war großartig. [...] Mein Trainer wird nichts finden können, womit er unzufrieden ist.”
(Weltmeister Usain Bolt nach seinem unglaublichen Fabelweltrekord über 100 Meter. Die Dopingkontrolleure haben bisher leider auch nichts gefunden. Die Frage bleibt offen, ob es wirklich nur das Publikum war, das Usain Bolt “zusätzlich Energie” gab.)
“Exzellent, exzellent, ich bin froh, in diesem Lauf dabei gewesen zu sein. Aber mein Ziel ist weiter der Weltrekord.”
(Der abgeschlagene Tyson Gay, der eigentlich ein Duell mit Bolt austragen wollte, freut sich über 9,71 Sekunden und Platz 2 hinter dem “schnellsten Clown der Welt“.)
“Er ist einfach verschwunden gewesen. Es war für mich aufregend, in diesem Rennen dabei gewesen zu sein.”
(Dwain Chambers, der einst wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt war und als Nebendarsteller in 10,00 Sekunden Sechster im Finale über 100 Meter wurde, kommentiert den Auftritt des schnellsten Menschen des Planeten.)
“Ich bin stolz, das miterlebt zu haben. Es ist eine neue Seite in der Geschichte unseres Sports aufgeschlagen worden. Das sind großartige Champions. Sie tragen die Verantwortung für unsere Jugend und unseren Sport.”
(Lamine Diack, der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) ist glücklich. Seine Philosophie, die auf Weltrekorde und Stars basiert, wurde gestern Nacht mal wieder perfekt umgesetzt.)
“Ich sage nicht, dass Bolt gedopt ist. Fakt ist aber, dass alle Athleten, die schneller als 9,79 Sekunden gelaufen sind, irgendwann des Dopings überführt worden sind.”
(Klaus Jakobs, Bundestrainer beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) kann seinen Läufern Stefan Schwab, Tobias Unger und Martin Keller nicht erklären, wie solche Zeiten zustande kommen.)
“Wichtig ist aber, dass die Öffentlichkeit mitbekommt, dass bei sechs Milliarden Menschen nicht sein kann, dass eine Insel alles dominiert.”
(“Schwabenpfeil” Tobias Unger zweifelt zwar an der Leistung von Bolt, macht sich aber angeblich trotzdem keine Gedanken, “ob der oder der voll ist”.)
“Mein Gott, Zweifel bleiben immer. Und sie werden immer größer [...] Auf lange Sicht tut so etwas der Leichtathletik nicht gut. Langfristig muss man andere Wege gehen. Mit den Dopingkontrollen, das muss schneller gehen. Sonst hinkt man immer einen Schritt hinterher.”
(Armin Hary, der 1960 als erster Sprinter weltweit die 100 Meter in 10,0 Sekunden lief, äußert sich kritisch über die Leistung von Supermann Usain Bolt.)
“Ich weiss, dass ich die hundert Meter in 9,40 laufen kann.”
(Bolt würde mit dieser Zeit alle wissenschaftlichen Theorien widerlegen, die versuchen, die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit zu eruieren. John Einmahl von der Universität Tilburg, sieht den Grenzwert bei 9,51 Sekunden über 100 Meter und Mark Denny von der Stanford University bei 9,48 Sekunden. Widerlegt wurde bereits Jean-François Toussaint vom Biomedizinischen Institut in Paris, der für den 100 Meter Lauf einst eine absolute Bestmarke von 9,726 Sekunden errechnet hatte – darüber konnte Bolt bereits in Peking nur schmunzeln.)
“Wir müssen all das, was wir über menschliches Leistungsvermögen wissen, überdenken. Ich habe früher über Fantasie-Zeiten von 9,5 Sekunden gesprochen. Er hat Fantasie Realität werden lassen.”
(Dopingsünder Ato Boldon, 1997 Weltmeister über 200 Meter, macht sich Gedanken über die Folgen des neuen Weltrekords von Bolt.)
“Die Show geht weiter.”
(Der Witz-Bolt kündigt bereits neue Großtaten für den 200 Meter Lauf und das 4×100 Meter Rennen an.)