Wahrsagerei mit Kaiser Franz

8. Februar 2010 - 12:07 | Olaf

[Erstellt am 1. Februar 2010 - zuletzt aktualisiert am 8. Februar 2010]

Für Bild.de hat deren Kolumnist Franz Beckenbauer vor dem 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen Blick in seine Kristallkugel geworfen. Dankenswerter Weise sagt uns der Kaiser alle Ergebnisse seiner fünf Titelkandidaten bis zum 34. Spieltag voraus und beantwortet bereits heute die Meisterfrage.
Sehr gewagt ist sein Meistertipp allerdings nicht – wenig überraschend schätzt Hellseher Franz, dass der FC Bayern München, dessen Ehrenpräsident er ist, in dieser Saison die Meisterschale holt. Leverkusen bleibt demnach mal wieder nur die Vizemeisterschaft und auf den Plätzen landen Schalke, Dortmund und letztlich deutlich abgeschlagen der HSV.
Mal sehen, ob sich des Kaisers Visionen auch wirklich erfüllen!

20. Spieltag Beckenbauers Tipp tatsächliches Ergebnis
HSV – Wolfsburg 2 : 1 1 : 1
Bayern – Mainz 2 : 0 3 : 0
Schalke – Hoffenheim 1 : 0 2 : 0
Stuttgart – Dortmund 1 : 1 4 : 1
Leverkusen – Freiburg 3 : 1 3 : 1
21. Spieltag Beckenbauers Tipp tatsächliches Ergebnis
Wolfsburg – Bayern 1 : 2 1 : 3
Köln – HSV 2 : 2 3 : 3
Freiburg – Schalke 0 : 1 0 : 0
Bochum – Leverkusen 1 : 3 1 : 1
Dortmund – Frankfurt 2 : 1 2 : 3

.

Beckenbauers Tabelle nach dem
20. Spieltag (Punkte/Torverhältnis)

tatsächliche Tabelle nach dem
20. Spieltag (Punkte/Torverhältnis)
1. Leverkusen 44 / 45:16 1. Leverkusen 44 / 45:16
2. Bayern 42 / 41:17 2. Bayern 42 / 42:17
3. Schalke 41 /30:15 3. Schalke 41 / 31:15
4. HSV 37 / 38:21 4. Dortmund 36 / 28:23
5. Dortmund 37 / 28:20 5. HSV 35 / 37:21

Beckenbauers Tabelle nach dem
21. Spieltag (Punkte/Torverhältnis)

tatsächliche Tabelle nach dem
21. Spieltag (Punkte/Torverhältnis)
1. Leverkusen 47 / 48:17 1. Leverkusen 45 / 46:17
2. Bayern 45 / 43:18 2. Bayern 45 / 45:18
3. Schalke 44 /31:15 3. Schalke 42 / 31:15
4. HSV 38 / 40:23 4. HSV 36 / 40:24
5. Dortmund 40 / 30:21 5. Dortmund 36 / 30:26

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Lösbarer Hammer – Deutschland mit traditionellem Losglück

7. Februar 2010 - 16:07 | Olaf

Türkei, Österreich, Belgien, Kasachstan und Aserbaidschan sind die Gruppengegner der Deutschen Nationalmannschaft bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine.
Sind Sie nun unsicher, was Sie von dieser Auslosung halten sollen? Schwanken Sie zwischen Hammerlos, lösbarer Aufgabe und Glückslos? Keine Sorge, Sie sind nicht schizophren -  auch die Medienlandschaft ist gespaltener Meinung. Lesen Sie selbst:

Bild Online

Spiegel Online

Welt Online














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Sehenswert (III) – “Geheimsache Doping – Eiskalter Betrug”

5. Februar 2010 - 8:07 | Olaf

Freuen Sie sich schon auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver, auf Spitzenleistungen und Weltrekorde? Dann sind Sie bei ARD und ZDF vom 12. bis zum 28. Februar 2010 genau richtig – jedoch sollten Sie es tunlichst vermeiden, in der Nacht von Montag auf Dienstag die ARD einzuschalten und sich den Spaß an den Spielen verderben zu lassen.

Geheimsache Doping - Eiskalter Betrug

Für alle anderen jedoch, die sportliche Höchstleistungen skeptisch betrachten und gerne einen “Einblick in die raffinierten Dopingpraktiken in den Wintersportdisziplinen” erhalten wollen, ist die ARD-Sendung “Geheimsache Doping – Eiskalter Betrug” von den Autoren Hajo Seppelt, Robert Kempe und Jochen Leufgens Pflicht. Da sich die ARD gute Einschaltquoten bei Olympia erhofft und Nörgler “beim Höhepunkt des Sportjahres 2010″ nur stören, hat die ARD die Dokumentation auf einen wenig quotenträchtigen Programmplatz um kurz nach Mitternacht verfrachtet.

All denjenigen, die sich bis dahin nicht von “Beckmann” haben einschläfern lassen und kurz vor den “Komikern” noch wach sind, bieten Seppelt, Kempe und Leufgens einen Blick hinter die Fassade des schillernden Wintersportzirkus und Einblicke in “ausgeklügelte Dopingmethoden”. Zudem sprechen die Autoren mit einem Hintermann, der den Anti-Doping-Kampf der Sportverbände als “Farce” bezeichnet und einem Topathleten aus dem Nordischen Skisport, der den massiven Einsatz von Dopingmitteln im Wintersport schildert, die Heuchelei des Sportsystems demaskiert. Es ist zu hoffen, dass die ARD diesmal den großen Ankündigungen auch Taten folgen lässt und nicht wieder alten Wein in neuen Fässern präsentiert.

Wenn selbst die eigenen Redakteure zu dem Schluss kommen, dass “internationalen Sportorganisationen trotz großer Verdachtsmomente nicht annähernd die Möglichkeiten ausschöpfen, mutmaßliche Doper zu überführen”, bleibt die Frage, ob es gerechtfertigt ist, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF eine Menge Gebührengelder aufwenden, um allein im Fernsehen mehr als 300 Stunden live über ein Spritzensportereignis zu berichten. Damit sich diese Frage möglichst wenige Zuschauer stellen, dürfen Seppelt & Co. wie schon vor der Leichtathletik-WM erst nach Mitternacht auf den Sender. Sicher ist sicher.

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Twitter-Bundesliga 20. Spieltag

2. Februar 2010 - 16:10 | sportticker

Freunde der Twitter-Bundesliga – höchste Zeit für eine neue Ausgabe! Hier kommt der aktuelle Stand nach dem 20. Spieltag. Gesucht wird noch immer der Twitter-Meister der Saison 2009/2010 und Nachfolger von Borussia Dortmund.

1. Twitter-Bundesliga

Platz Mannschaft Updates Follower
1 SV Werder Bremen 4387 4663
2 Borussia Dortmund 849 3057
3 1. FC Köln 539 2259
4 FC Schalke 04 1539 2113
5 Eintracht Frankfurt 305 1775
6 Hamburger SV 704 1324
7 Hannover 96 239 1224
8 Hertha BSC Berlin 702 1105
9 FSV Mainz 05 851 1073
10 Bayer Leverkusen 208 1030
11 1. FC Nürnberg 354 972
12 Borussia Mönchengladbach 435 809
13 VfL Wolfsburg 1374 700
14 TSG 1899 Hoffenheim 235 639
15 SC Freiburg 101 574
16 VfL Bochum 854 496

Die Tabelle der 1. Twitter-Bundesliga wird nach (fast) jedem Spieltag der Fußball-Bundesliga aktualisiert und veröffentlicht. Noch twittern nicht alle Bundesligisten, aber das wird sich hoffentlich bald ändern.
Abgerechnet wird, wie in der Fußball-Bundesliga, nach dem 34. Spieltag.
Twitter-Meister ist dann das Team mit den meisten Followern. Bei Follower-Gleichstand entscheiden die geschrieben Tweets (Updates).

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Olympische Spiele 2010: Dopingspiegel

22. Januar 2010 - 15:06 | Olaf

[Erstellt: 22. Januar 2010 - zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2010 - 14.30 Uhr]

Der Kampf gegen Doping soll bei den Olympischen Winterspielen vom 12. bis 28. Februar in Vancouver weiter verstärkt werden. Zur Abschreckung sowie zur Aufklärung von Dopingvergehen sollen eine drastisch erhöhte Zahl von Kontrollen sowie ein modernes Analyselabor beitragen. Im Vergleich mit den Olympischen Spielen von Turin 2006 soll der Umfang der Tests um knapp 70 Prozent auf rund 2000 Kontrollen erhöht werden: 1600 auf Urin und 400 auf Blut.

Zudem sollen die Doping-Proben, wie bereits die der Olympischen Spiele von Peking, acht Jahre lang aufbewahrt werden, um sie nachträglich mit neueren wissenschaftlichen Verfahren auf zunächst unentdeckte Doping-Mittel untersuchen zu können.

Der Anti-Doping Experte Prof. Werner Franke hält die Dopingkontrollen in Vancouver für “Mumpitz”, weil “einfach zu unintelligent getestet” wird. Sportler, die sich bei den Olympischen Spielen erwischen lassen, müssen daher seiner Ansicht nach aus “Doofmannshausen” kommen.

Da Franke jedoch davon ausgeht , dass in Vancouver die “Mehrzahl der Spitzenathleten gedopt ist”, werden wir an dieser Stelle über diejenigen Athleten berichten, die im Vorfeld und im Rahmen von Olympia trotz unintelligenter Kontrollen positiv getestet werden. Dabei orientieren wir uns am Dopingspiegel, den wir bereits für die Leichtathletik-WM in Berlin erstellt haben.

Platz
Land
(Punktzahl)
Wettkampf
Vorfeld
1
Deutschland
(2)
(Eisschnelllauf – auffällige Blutwerte.
Die Deutsche Einsschnelllauf-Gemeinschaft hat die wegen Doping gesperrte Berlinerin trotzdem unter Vorbehalt für die Olympischen Spiele nominiert. Der Deutsche Olympische Sportbund verrzichtet auf eine Nominierung – damit gehört Pechstein nicht zum Aufgebot. Inzwischen hat das Schweizer Bundesgericht Pechsteins Eilantrag, trotz einer zweijährigen Doping-Sperre durch den Eislauf-Weltverband ISU starten zu dürfen, abgelehnt.)
2. Florian Busch
(Eishockey – verweigerte Dopingprobe)
2 Österreich
(1)

1. Christian Hoffmann
(Skilanglauf – kein positiver Dopingtest. Hoffmann steht im Verdacht, Mitbesitzer einer Zentrifuge zum Blutdoping gewesen zu sein.)

3

Russland
(1)

1. Alena Sidko
(Skilanglauf – EPO. Sidko, die 2006 bei den Olympischen Spielen in Turin Bronze im Sprint gewonnen hatte, soll bei einem Wettkampf am 26. Dezember 2009 positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden sein.)

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Die heuchlerischen Fans von Hannover 96

18. Januar 2010 - 9:51 | Olaf

Erst gut 2 Monate ist es her, dass rund 40.000 Fußballfans in das Hannover 96-Stadion gepilgert sind um Abschied von Robert Enke zu nehmen. Bei der Trauerfeier für den Nationaltorwart am 15.11.2009 sah es im Stadion seines Clubs so aus:

 

Trauerfeier für Robert Enke

und so

Enke

Doch was interessiert uns noch die Trauer von letztem Jahr haben sich einige “Anhänger” von Hannover 96 gedacht und folgendes, an Dämlichkeit nicht zu überbietendes, Plakat zum Rückrundenauftrakt aufgehängt:

Tod und Hass dem BTSV

Nun war es nicht so, dass sich im Stadion irgendjemand groß daran gestört hätte, dem Fanbeauftragten Frank Watermann ist es angeblich sogar noch nicht einmal aufgefallen: „Das Plakat ist uns leider durch die Lappen gegangen, sonst hätten wir es einkassiert.”

Es bleibt nur zu hoffen, dass es in Hannover nicht bald schon wieder so aussieht:

Trauer um Robert Enke

 


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Jens Voigt – Ein Inquisitor auf Jobsuche

4. Januar 2010 - 11:52 | Olaf

jens_voigt

Tour de France 2006 – nach der Ära Armstrong, vor dem Prolog. Der Startschuss erfolgt in Straßburg, der selbsternannten Hauptstadt Europas, mit 270.000 Einwohnern jedoch zumindest die Hauptstadt der französischen Region Elsass. Jan Ullrich gilt als Favorit, Ivan Basso als sein größter Gegner. Doch zum Duell der beiden Kronprinzen von Lance Armstrong wird es nicht kommen – das Dopingnetzwerk um den spanischen Gynäkologen Eufemiano Fuentes fliegt kurz vor dem Tourstart auf. Mindestens 58 Radrennfahrer sind in die Dopingaffäre verwickelt, darunter neben „Rudis Sohn“ Jan Ullrich auch Ivan „Birillo“ Basso, der damalige Teamkollege von Jens Voigt beim dänischen Team CSC.

Erinnerungen an die Skandaltour 1998 werden wach, als die Tour de France aufgrund der Festina-Affäre kurz vor dem Abbruch stand. Doch Ausreißerkönig Voigt, der unter seinem Teamchef Bjarne „Mr. 60 Prozent“ Riis auf seine alten Tage erstaunlicherweise noch zu einem Bergkönig und Zeitfahrspezialist gereift ist,  lässt diesen Vergleich nicht gelten: “Damals waren zwanzig Fahrer in den Skandal verwickelt, diesmal sollen es ja 58 sein.”  Für einen kurzen Moment verliert der Berliner Radprofi die Contenance und fordert mit Blick auf seine dopenden Kollegen im Stile eines Inquisitors: “Zieht sie raus und werft sie auf den Scheiterhaufen.”

Voigt´sche Lobeshymne auf einen Dopingsünder

Inzwischen ist Voigt 38 und altersmilde. Seine aktive Karriere neigt sich dem Ende. 2010 wird der Sieger der Deutschlandtour 2006 wohl zum letzten Mal bei der Tour de France an den Start gehen. Er betrachtet es daher als „ein tolles Ziel, nur Teil dieser Maschinerie, Teil dieses Uhrwerks zu sein, das perfekt funktionieren muss, um einem der Schleck-Brüder zum Tour-Sieg zu verhelfen.“ Zudem freut sich Voigt auf ein Wiedersehen mit Ivan Basso, der nach Ablauf seiner Dopingsperre inzwischen für das italienischen Team Liquigas fährt: „Ivan war ein Teamkamerad von mir, und ich habe ihn kennengelernt. Er ist der netteste, freundlichste, loyalste Mensch, den man sich vorstellen kann. Von daher kann ich ihn nicht verdammen. Er hat seinen Preis bezahlt, er hat ausgepackt, er hat seine Strafe abgesessen.“

Warme Worte für einen Dopingsünder – doch wer in der Radsportfamilie bleiben will muss sich an die Gesetze der Omertà halten und darf es mit der Wahrheit nicht zu genau nehmen. Basso nämlich bestreitet noch immer, jemals gedopt zu haben. Er habe solche Manipulationen nur vorgehabt, nicht aber ausgeführt.

Seine eigene berufliche Zukunft hat Voigt bereits fest im Blick. Wie viele seiner ehemaligen Kollegen will auch Voigt dem dopingverseuchten Radsport treu bleiben und nach seinem Karriereende im Management seiner dänischen Mannschaft unter dem Dopingsünder Bjarne Riis arbeiten. Die Omertà lebt also auch 2010 weiter!

Kategorien: Doping, Radsport | kommentieren » |

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